Thema: Verfahren zur Legalisierung ausländischer öffentlicher Urkunden zur Verwendung in Bosnien und Herzegowina

Grundsätzlich gibt es drei Legalisierungsverfahren:

  • Vollständige Legalisierung – zahtijeva provođenje najkompleksnije procedura, koja podrazumijeva ovjeru i nadovjeru dokumenta u zemlji porijekla i zemlji odredišta, i to pred nadležnim ministarstvima pravde, vanjskih poslova, te diplomatsko-konzularnim predstavništvima (primijenjuje se u odnosu na iznimno mali broj zemalja, koje nisu ratificirale Hašku konvenciju o ukidanju potrebe legalizacije stranih javnih isprava iz 1961. godine);
  • Apostille-Bestätigung – primjenjuje se među zemljama potpisnicama Haške konvencije (na sljedećem linku nalazi se popis zemalja koje su ratificirale Hašku konvenciju: https://www.hcch.net/en/instruments/conventions/status-table/?cid=41In diesem Fall wird die Urkunde im Ausstellungsland von einer zuständigen Behörde mit einer Apostille versehen. Anschließend muss die Urkunde in Bosnien und Herzegowina durch einen beeidigten Gerichtsdolmetscher in eine der Amtssprachen (Bosnisch/Kroatisch/Serbisch) übersetzt und beim zuständigen Gericht in BiH die Übersetzung überbeglaubigt werden.
  • Keine Legalisierung erforderlich (Null-Legalisierung) – ne zahtijeva dodatne ovjere, što je slučaj kada između zemalja postoji bilateralni ili multilateralni sporazum. Ein solches Abkommen existiert zwischen Bosnien und Herzegowina und der Republik Österreich. Deshalb ist weder die vollständige Legalisierung noch eine Apostille notwendig, wenn es sich um öffentliche Urkunden aus Österreich handelt. Konkret handelt es sich um das Abkommen aus dem Jahr 1954 zwischen der FNR Jugoslawien und der Republik Österreich, das durch Staatsnachfolge in das Rechtssystem von Bosnien und Herzegowina übernommen wurde. Das bedeutet: Wenn ein Dokument von einer zuständigen Behörde in Österreich ausgestellt wurde, kann es in Bosnien und Herzegowina offiziell verwendet werden, sofern es von einem beeidigten Gerichtsdolmetscher ins B/K/S übersetzt und die Übersetzung beim zuständigen Gericht in BiH überbeglaubigt wurde.

Miloš Davidović, viši asistent na Pravnom fakultetu Univerziteta u Sarajevu i Tarik Velić, advokat iz Sarajeva